Wer Lagerflächen an Kunden vermietet, kennt das Problem: Odoo weiss zwar jederzeit, welche Ware wo liegt, aber es stellt diese Belegung niemandem in Rechnung. Genau diese Lücke hat ein Kundenprojekt sichtbar gemacht. Also haben wir sie geschlossen, mit einer Erweiterung, die vermietete Lagerplätze taggenau erfasst und periodisch abrechnet.
Was wir gebaut haben
Unsere Erweiterung macht aus gewöhnlichen Odoo-Lagerorten vermietbare Flächen: Sie markieren ein Dienstleistungsprodukt als Lager-Vermietungs-Produkt, hinterlegen die Mietperiode (Tag, Woche, Monat oder Jahr) und verknüpfen es mit dem passenden Lagerort. Odoo hält danach automatisch täglich fest, welche Ware welches Kunden an welchem Ort liegt.
Für die Abrechnung wählen Sie unter Lager den Zeitraum und optional einen einzelnen Mieter. Ein Klick auf «Verrechnen» fasst die Belegung pro Mieter, Produkt und Monat zusammen und rechnet die belegten Tage in Anteile der Mietperiode um: Liegt Ware zwei Wochen an einem Ort mit Wochenmiete, ergibt das zwei verrechnete Wochen. Daraus entsteht pro Mieter ein Verkaufsauftrag mit einer übersichtlichen Position pro Produkt und Monat. Jede verrechnete Belegung wird automatisch mit dem erzeugten Auftrag verknüpft und taucht in keiner späteren Abrechnung mehr auf; wird ein Auftrag storniert, gibt das System die Belegung automatisch wieder frei.
Warum der Odoo-Standard hier nicht ausreicht
Odoo bildet sauber ab, wem eine eingelagerte Ware gehört. Was fehlt, ist der kaufmännische Schluss daraus. Für einen Lagerdienstleister ist die Belegung aber genau die Leistung, die er verkauft: Kunde A belegt drei Wochen lang einen Palettenplatz, Kunde B einen halben Monat ein ganzes Regal. Ohne Systemunterstützung bedeutet das Excel-Listen, manuelles Nachzählen und Diskussionen über angebrochene Perioden. Das ist fehleranfällig, und bei Dutzenden Mietern schlicht nicht mehr stemmbar. Solche Lücken zwischen Odoo-Standard und realem Geschäftsprozess sind der Kern unserer Entwicklungsarbeit: Wir bauen nach, was der Prozess verlangt, statt den Prozess ans System zu verbiegen.
Ihr Nutzen als Logistiker oder Lagerdienstleister
Konkret heisst das für Ihren Betrieb: Die Lagermiete-Abrechnung, die bisher Stunden an manueller Auswertung kostete, schrumpft auf wenige Klicks pro Abrechnungslauf. Weil die Belegung taggenau und automatisch protokolliert wird, ist jede Position gegenüber dem Mieter belegbar, bis auf den einzelnen Tag und Lagerort. Streitfälle über angebrochene Wochen oder vergessene Paletten verlieren ihre Grundlage. Gleichzeitig entgeht Ihnen kein Umsatz mehr, weil das System jede belegte Fläche kennt und offene Belegungen sichtbar macht. Und da alles im selben Odoo läuft wie Lager, Verkauf und Buchhaltung, gibt es keine Schnittstellen, keine Doppelerfassung und keine Excel-Schattenwelt.
Ehrlicherweise gehört auch dazu: Die Lösung erzeugt Verkaufsaufträge, nicht direkt Rechnungen. Der Freigabeschritt vor der Fakturierung bleibt bei Ihnen, was wir als Feature sehen, denn so behalten Sie die Kontrolle vor dem Versand. Und die Lösung setzt voraus, dass eingelagerte Ware in Odoo konsequent mit Besitzer geführt wird.
Für uns ist diese Entwicklung ein typisches Beispiel unserer R&D-Arbeit: ein realer Prozess eines Schweizer Betriebs, den der Standard nicht abdeckt, gelöst mit einem schlanken, wartbaren Modul statt mit Workarounds. Mit über 10 Jahren Odoo-Erfahrung und über 400 Eigenentwicklungen wissen wir, wo sich der Griff zur Eigenentwicklung lohnt und wo der Standard genügt. Betrieben wird das Ganze auf Wunsch mit 100 % Datenhaltung in der Schweizer Cloud.
Vermieten Sie Lagerflächen und rechnen heute noch von Hand ab? Dann lohnt sich ein Blick auf Ihre Prozesse. Als Odoo Gold Partner zeigen wir Ihnen gerne, wie viel Automatisierung in Ihrer Lagerverwaltung steckt: simpit.ch/entwicklung